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Einführung

Einen Brand zu löschen, das ist gar nicht so einfach. Feuer­wehrmänner und Frauen müs­sen genau wissen, wo sie Hand anlegen sollen. Dies zeigte eine Übung der Feuerwehren Eschlikon und Münchwilen.
Ein Sommerabend Ende Juni. Die Feuerwehren Eschlikon und Münchwilen rufen ihre Mitglieder zu einer Übung. Eschlikons Vize­kommandant Gody Alpiger hat das Szenario vorbereitet. Nach und nach treffen Feuerwehrautos und Feuerwehrleute am «Brandort» ein. Ein Gebäude der Firma Era brennt. Es gilt, Verletzte aus einem engen Treppenhaus zu bergen und das Feuer zu löschen.

Rekruten beobachten
Die Löschaktion wird General­stabsmässig durchgeführt. Am Kommandoposten werden die Mannschaftsführer ausgeschickt. Am Rande des Geschehens steht die Kaderfrau Jolanda Ammann mit fünf Rekruten. Sie beobach­ten den Ablauf der Übung. Jolanda Ammann erklärt den jungen Leu­ten, weshalb, was notwendig ist. «Im ersten Jahr dürfen die Rekru­ten noch nicht an einem Einsatz teilnehmen», erklärt die 43jährige Gruppenführerin. Sie würden lang­sam mittels Übungen an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt. An diesem Abend lernen sie, wann die Feuerwehrleute mit Atemschutz ein Gebäude betreten und wie die Löschmannschaften koordiniert werden.

Kein Männerclub
Jolanda Ammann ist schon seit 16 Jahren dabei. «Ich habe Freude da­ran, bei der Feuerwehr mitzuarbei­ten », sagt sie. Angst vor Feuer habe sie nicht. Aber Respekt. Die Feuer­wehr sei kein «Männerclub». Bei der Eschlikoner Wehr sind von 67 Mitgliedern fünf Frauen. «Die Män­ner haben sich mittlerweile daran gewöhnt, dass auch Frauen dabei sind», so Jolanda Ammann. «Wir haben es gut miteinander. Wir ha­ben eine gute Kameradschaft.» Trotzdem muss sich auch die Feuer­wehr Eschlikon immer wieder um neue Mitglieder bemühen. «Viele ziehen weg und die müssen ersetzt werden», sagt Kommandant Martin Stäheli. Er betont: «Es sind auch Frauen willkommen.»


Die Feuerwehrleute Münchwilen und Eschlikon an ihrer Übung. Unten links: Gruppenführerin Jolanda Ammann mit Rekruten. (Bilder Inge Staub)