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Portrait

Zivilcourage zeigen für EschlikonPortrait_01.jpg

Regelmässig trainiert die Feuerwehr Eschlikon für den Ernstfall, damit sie effizient und sicher Leben und Güter retten kann. Eine Kaderübung Atemschutz fand im Frühsommer statt. Dabei zeigte sich: Die Feuerwehr Eschlikon ist «VOLL PARAT».

Kommandant Roland Stäheli begrüsst die Atemschutzeinheit zur Kaderübung im Feuerwehrdepot Eschlikon. Top motiviert meldeten sich 17 freiwillige Feuerwehrleute, darunter zwei Frauen, am sonnigen Samstagmorgen zum Einsatz.

Top motiviert und einsatzbereit

Rauch im Gebäude und eine brennende Gasflasche gilt es unter Kontrolle zu bringen. Zielgerichtet bereiten sich die Angehörigen der Feuerwehr auf diese Herausforderungen vor. Das Tanklöschfahrzeug wird in Position gebracht, Wasserschläuche ausgelegt und besonderes Augenmerk darauf gerichtet, dass die Atemschutzausrüstung der Einsatzkräfte korrekt sitzt. Jeder Handgriff ist eingeübt und dient dazu, die Sicherheit der Feuerwehrleute zu gewährleisten, um im Ernstfall Leben retten zu können. «Wir machen nichts ohne Rückversicherung», sagt Vizekommandant Heiri Zuber. Die Rückversicherung betrifft nicht nur das Material, sondern auch die Kameradschaft. Zuber dazu: «Ich muss mich auf meine Partner voll verlassen können, wenn ich in ein brennendes Objekt gehe!»

Dichter Rauch
Die Gruppe eins trifft auf eine starke Rauchentwicklung im Gebäude. Der Einsatzleiter beschliesst, den Qualm mit einem Gebläse zu vertreiben. Die Masken sitzen, die Sauerstoffflaschen sind bereit, um für rund 20 Minuten das Atmen zu ermöglichen. Der Truppüberwacher notiert akribisch Namen und Zeit seiner Leute. Er sorgt dafür, dass niemand verloren geht. Das Gebläse wird positioniert und angelassen. Dichter Rauch vernebelt alles. Der Luftstrom bringt rasch bessere Sicht und wo der Rauch auf der anderen Seite des Gebäudes austritt, stehen zwei Feuerwehrleute zur Sicherheit mit dem Wasserschlauch bereit.

Feuer lebt
Gruppe zwei übt das Anseilen bei voller Montur – die Brustbindung. Die Atemschutzausrüstung wiegt einiges. Schweissperlen rinnen hinter der Maske. Dann bringt sich die Gruppe in der Nähe der brennenden Gasflasche in Position. Jeweils zwei Feuerwehrleute versuchen die brennende Gasflasche unter Kontrolle zu bringen. Der Kommandant bemerkt: «Feuer lebt, es ist wie ein wildes Tier, das es zu bändigen gilt». Die Flamme an der Gasflasche soll nicht ganz erlöschen, denn ein Gasaustritt wäre unberechenbarer als das Feuer. Die Einsatzkräfte formen darum den Wasserstrahl zu einem Trichter und «fangen» es damit ein.

Vermisste Personen
Für die dritte Übung werden alle Feuerwehrleute zum Abbruchgebäude neben der Drogerie Ruckstuhl gerufen. Diesmal gilt es, zwei Vermisste aus dem brennenden Haus zu retten. Die Feuerwehr Eschlikon rückt aus mit Tanklöschfahrzeug, Einsatzwagen und Personentransport. Souverän wird das Gebäude gesichert und zwei Personen gerettet.

Willkommene Verstärkung
Rekrut Chris Stäheli beobachtete die Übungen mit Spannung aus nächster Nähe. Er ist heute zum ersten Mal richtig dabei. Die Feuerwehr liegt quasi in seinen Genen und seit Bubenzeit verfolgt er die Übungen mit. Er will in seiner Heimatgemeinde Eschlikon Zivilcourage zeigen und seinen Einsatz für die Sicherheit der Einwohnenden leisten. In der Feuerwehr Eschlikon wird der gute Teamgeist auch abseits der Übungen und Einsätze gelebt. Ideale Voraussetzungen für Einsteigerinnen und Einsteiger, denn die Feuerwehr Eschlikon sucht weitere Verstärkung.

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Bergung aus dem brennenden Gebäude. Die Feuerwehr Eschlikon übt regelmässig für den Ernstfall.


Organigramm

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